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PARIS CALLIGRAMMES

Im April diesen Jahres fanden die Dreharbeiten zu Ulrike Ottingers neuen Film PARIS CALLIGRAMMES statt. Er führt die Künstlerin zurück in die 60er Jahre, als sie in Paris als freie Künstlerin lebte und arbeitete.

 

In der Tradition der Flanérie sucht sie Orte auf, die für sie persönlich wie auch für die 1960er Jahre bedeutsam waren. In der von Fritz Picard geführten Librairie Calligrammes trifft sie deutsche und französische Avantgardisten aus Literatur und Kunst. Die Cinémathèque Française wird für sie zu einem besonderen Anziehungspunkt. Hier sah sie Filme der Nouvelle Vague, Independents aus den USA, aus asiatischen Ländern, den Sowjetrepubliken, aus Afrika und dem Magreb und auch Filmhistorisches. Die Liebe zum Kino war entbrannt.

 

Doch Paris war zu dieser Zeit nicht nur Treffpunkt der Intellektuellen und Künstler aus aller Welt, sondern durchlief auch im Nachgang des Algerienkrieges eine schwierige politische Phase der Dekolonisierung. Hinzu kamen ab Mitte der 60er Jahre die Studentenproteste gegen Vietnamkrieg und Rassendiskriminierung. Ulrike Ottinger beschreibt, wie sie diese Zeit des künstlerischen, politischen und sozialen Aufbruchs erlebte.