The Enchantment of the Blue Sailors
A Film by Ulrike Ottinger and Tabea Blumenschein
with Texts by Guillaume Apollinaire |
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Germany 1975
16 mm, color, 50 minutes
French-English-German-Russian Original
Ulrike Ottinger Filmproduction, Berlin
Premiere: October 25, 1975, Bali-Kino Berlin
in France: February 28, 1976, Cinémathèque Française,
Paris
Festivals: 9. Hofer Filmtage 1975; Filmfestival Berlin, German Cimena
1976
Bruxelles Filmfestival des Femmes 1977; Rotterdam 1978; Aperto 80,
Biennale di Venezia a.o..
Distributed by
Freunde der Deutschen Kinemathek e.V. |
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Oceania
Occult
Objective
O Sailor
O wretched Women
O Poet
O Beauty
Film-Abc |
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| In collage sequences, the surrogate of synthetic sensuality takes
form and seduces the sailors in the guise of a Hawaiian girl. In ritual
punctuation, she distributes deaths which seemingly only the hardy
siren Fatality can survive. But beyond the apparent and real rigidity
of expressive forms, the film imparts a new life, which although not
reversing its loss, breaks it in irony and repeats it in ritual, making
visible other means of survival:
Mais ce sont de petits secrets
Il en est d'autres plus profonds
Qui se dévoileront bientôt
Et feront de vous cent morceaux
A la pensée toujours unique
Apollinaire
The film is constructed in such a way that the alternation between
collage sequences and the continually repeated rhythmic sequences
of images correspond to the confrontation between the organic and
synthetic worlds allegorized in the film. Transformations or metamorphoses
are here depicted as the means to escape fatality.
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| Clippings |
Valeska Gert! Das macht neugierig: Das ist zugleich auch mehr: ein
Versprechen!
Volker Baer, Der Tagesspiegel, 25.10.1975
[...] BETÖRUNG übt eine subversive Kritik an unserer Gesellschaft.
Der dargestellte Prozeß jeglicher Sterilisierung ist zwangsläufig,
aber ,die Erinnerung an den Vogel hält die Utopie wach'. Und
in der Tat: solange Streifen wie dieser entstehen können, ist
die Zukunft noch keine beschlossene Sache [...].
Eric Oluf Jauch, Applaus, Magazin Nr. 1, Berlin, Jan.
1977
[...] die Stärke des Films liegt im Visuellen, und in den schönsten
und dichtesten Sequenzen wurde der Text nicht denunziert, sondern
integriert. Vögel sterben: der alte, gezauste (von Valeska Gert
bewundernswert intensiv gespielt!) und der prächtig gefiederte
(Tabea Blumenschein), Opfer eines kindlich-grausamen Wesens (Tabea
B.), das spielerisch mit Federn und Muscheln, Stilett und Pfeil und
Bogen Todesrituale zelebriert. Matrosen sterben, nachdem sie begierig
durchs Fernglas geblickt. Einer entrinnt und vögelt mit goldenem
Schwanz in einem Transvestitenpuff ein Südseemädchen; die
Szene begleitet gemeines, penetrantes Lachen im Hintergrund. Den Mann
spielt ein Mädchen (Tabea B.) mit frech aufgeschminktem Bärtchen:
Lust kindlichen Theaterspiels, Lust des Sich-Verkleidens und -Verwandelns.
Der Reiz liegt in der Vielschichtigkeit, sei es hier in der Burleske,
sei es, wenn Schönheit ironisch im Kitsch zitiert wird [...]:
der Film gewinnt dann eine neue, eine poetische Dimension [...].
Helga Belach, Berliner Studentenzeitung, 2/1975
[...] Die Sirene schreitet, violett gekleidet und mit einem eckigen
Turban auf dem Kopf, durch den Wüstensand (die Wanderdüne
auf Sylt, wo der Film in wenigen Wochen mit kleinstem Team gedreht
wurde), und eine rhythmische Blendenvariation signalisiert das Verfließen
von Zeit. Aber auch, wie sich später erweisen wird, den Herzschlag
des Schicksals. Verweisen solche Techniken (die in abgewandelter Form
wieder in Ticket of No Return auftauchen) auf den Experimentalfilm,
so gibt es andererseits auch Sequenzen, die die Collage zur filmischen
Montage erweitern: Valeska Gert spielt den alten Vogel, und ihr Sterben
wird, in einer Parallelmontage, begründet aus dem Tod des jungen
Vogels. (Für diesen Film, sagt Ulrike Ottinger, hätten sie
alle Federn gekauft, die in Berlin nur irgend zu finden waren. Und
die trägt alle Tabea Blumenschein.) [...]
Norbert Jochum, DIE ZEIT, 23. 11. 1979 |
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| Cast / Staff |
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Old Bird
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Valeska Gert |
Young Bird
Siren
Hawaii Girl
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Tabea Blumenschein |
| Sailor |
Rosa von Praunheim, Barry Tannenbaum |
Sailor
Russian Silent Movie Mother |
Jean Matelot |
| Aging American Star |
Wally Busch |
| Greek God-Fairy |
Peggy von Schnottgenberg (aka Frank Ripploh) |
| Nymph of German Romanticism |
Ulrike Ottinger |
| Oceanic Transvestite |
Rolf Gärtner, Andreas Kelling |
| Hawaii Girl |
Itti Janz |
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Screenplay
Director |
Ulrike Ottinger |
Producer |
Helmut Wietz |
Cinematographer |
Ulrike Ottinger |
Editor |
Helmut Wietz |
| Costumes/Make-up |
Tabea Blumenschein |
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Sponsored by
Irene Weitz and Adelheid Westphal |
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Distribution:
Freunde der Deutschen Kinemathek e.V.
Potsdamer Str. 2
D-10785 Berlin
Germany
Contact: Karl Winter
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